Leistungen

Für eine neue Qualität von Stählen!

Wer die Festigkeit nichtrostender Stähle steigern möchte, kann dies theoretisch durch Legieren mit Stickstoff erreichen. Doch konventionelle Legierungstechniken sind dafür nicht geeeignet: Stickstoff kann aufgrund seiner geringen Löslichkeit in Stahlschmelzen schwerlich eingebracht werden.

Das innovative SolNit®-Verfahren von Ipsen bietet für dieses Problem eine einzigartige Lösung: Durch Randaufstickung in einer Tiefe von 0,1 bis 3 mm können austenitische wie martensitische rostfreie Stähle randschichtgehärtet werden. Die Einlagerung von Stickstoffatomen führt dabei zu einer deutlich erhöhten Festigkeit und zugleich zu einem verbesserten Korrosionswiderstand.

Ein entscheidender Prozessschritt dieses Verfahrens ist die Abschreckung. Der bei 1.050 bis 1.150 °C in Stickstoffgas behandelte Stahl wird so rasch abgekühlt, dass die sonst zu erwartende korrosionsfördernde Ausscheidung von Nitriden unterbleibt.

Die zwei verschiedenen Prozessvarianten: SolNit®-M und SolNit®-A.

Das SolNit®-M-Verfahren eignet sich unter anderem für nichtrostende Wälzlager und Werkzeuge für die Medizintechnik sowie die Lebensmittel- und Polymerverarbeitung, außerdem für Verschleißteile in der Aufbereitungs- und Chemietechnik sowie im Pumpenbau.

Bei dieser Verfahrenvariante wird eine harte, martensitische Randschicht unter Beibehaltung eines zähen Kerns erzielt. Der gelöste Stickstoff führt zu einer starken Verbesserung des Korrosionswiderstands sowohl in sauren als auch in chloridhaltigen Milieus.

Das SolNit®-A-Verfahren kommt für Strömungsmaschinen wie zum Beispiel Pumpen, Turbinen und den dazugehörigen Armaturen in Frage, da es die Beständigkeit gegenüber Kavitation und Erosion stark erhöht.

Hierbei wird eine stickstoffhaltige, feste und zugleich zähe austenitische Randschicht herbeigeführt, die hohen Widerstand gegen Oberflächenermüdungen in aggressiven Umgebungen leistet.

Linie