Gar nicht spröde...
In der Regel schließt sich nach dem Härten eine weitere Wärmebehandlung an, das Anlassen. Anlassen zählt wie Härten zu den thermischen Verfahren, die das gesamte Werkstück bis in den Kernbereich hinein in seinen mechanischen Eigenschaften verändert.
Nach dem Härten ist das Bauteil sehr spröde und kann in diesem Zustand nicht verwendet werden. Anlassen verringert die Härte so weit, daß die gewünschten Zähigkeitswerte erreicht werden. Der dabei auftretende Härteverlust muß in Kauf genommen werden: Härte und Zähigkeit bedingen einander, beide Eigenschaften können aber nicht unabhängig voneinander eingestellt werden.
